Sunday, January 29. 2012
Es spektakelt
Wie immer gibt es dazu auch eine Lesung im Romanischen Keller (Heidelberg): und zwar kommenden Freitag, 3.2., um 19.30 Uhr.
Ladies and gentlemen, boys and girls — the circus is in town! Spectacular, spectacular!
*
*
Stand vom 29.1., 18.21 Uhr: 172.771
(Die Gazette verfolgt den Verkaufsrang von John Ashts Roman "Twin-Pryx", um festzustellen, ob die jüngste Aufmerksamkeit dem Erfolg des Buches geholfen oder geschadet hat.)
Friday, January 27. 2012
Hilfe
Na ja, von einem Hilfsblogger, der mit dem Informationsblatt der Bäckerinnung nichts anfangen kann und außer Krieg und Frieden noch nichts gelesen hat, darf man nichts anderes erwarten als eine solch' unqualifizierte Pseudo-Rezi.
Außerdem werde ich alle von der Webseite hier (im Folgenden auch »anonym« genannt) durch Chuck Norris ahnden lassen, denn mir sieht diese Webseite reichlich suspekt aus, so als sei sie gegen Bezahlung darauf ausgelegt, Guido Westerwelle und Christian Wulff zu diskreditieren. Außerdem verstößt die Rezension gegen die Regeln der ersten Auflage Dungeons & Dragons.
Es kann schließlich nicht angehen, dass jeder im Netz einfach so anonym seine Meinung äußert und damit die Bundesbank in den Ruin treibt, weil man seine Puffrechnung nicht mehr zahlen kann. Der Artikel 5 des Grundgesetzes zur Meinungsfreiheit ist hier ohnehin nicht anwendbar, da die Satzung des Teckelzüchtervereins Linsengericht schwerer wiegt.
Zudem gibt Ihnen Artikel 5 des Grundgesetzes noch lange nicht das Recht, Selbstentzündung zu betreiben, indem Sie willkürlich den Verkauf eines Produktes onanieren und zudem noch nicht einmal Nacktschnecken studiert haben.
Außerdem haben sie den »fantastischen Abenteuerroman« »Deine Mudda spielt babylonische Flöten« fälschlicherweise in das Genre Darmkrankheiten eingeordnet, dabei gehört es eindeutig zum Genre Kochbuch.
Ich werde die Schweizer Illuminaten darüber informieren, dass Sie auf auf Ihrem Blog Literaturkritiken veröffentlichen, ohne überhaupt das Werk gelesen zu haben. Überlegen Sie sich, was für Konsequenzen das alles für Sie haben wird. Das Recht ist auf meiner Seite!
Als Abschluß sei mir erlaubt, Ihnen noch Folgendes mitzuteilen: so jemand wie Sie gehört nackt gefesselt und mit Honig eingeschmiert!!11!
Nach Diktat verreist,
Die Redaktion
http://phantanews.de/wp/2012/01/hilfe-fur-von-buchblogger-rezensionen-frustrierte-autoren-und-verleger/
*
Ach, und Stand vom 27.1., 11.02 Uhr: 230.806
Wednesday, January 25. 2012
Die Gazette dankt
Kleinliche Einwände des Autors, Aussehen und Kleidung der Figuren entsprächen nicht wirklich der Beschreibung im Text, haben wir uns zu ignorieren entschlossen, da er die Beschreibungen für die Leseprobe selbst herausgekürzt hat, und veröffentlichen das Bild mit Einverständnis der Künstlerin und zu ihren Ehren trotzdem. Großes Dankeschön!
*
Stand vom 25.1., 20.16 Uhr: 162.798
(Die Gazette verfolgt den Verkaufsrang von John Ashts Roman "Twin-Pryx", um festzustellen, ob die jüngste Aufmerksamkeit dem Erfolg des Buches geholfen oder geschadet hat.)
Sunday, January 22. 2012
Die Gazette schämt sich
Auf seinem Blog wiederum verwahrt er sich unter der Überschrift "Literatur-Kriminalität" gegen "Angiftungen" und fordert, dass man ein Buch "von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen habe (sorgfältig)", bis man eine Kritik dazu überhaupt veröffentlichen dürfe. In einem mittlerweile entfernten Nachtrag legte er der den "Möchtergern-Literaturkritikerinnen" ferner eine Therapie nahe, in der ihr "reale Jungs [...] besorgend beibringen, worum es in diesem Leben überhaupt geht." (Google erinnert sich)
So weit, so übel, und wir denken uns: WTF?!
Und doch, man glaubt es kaum, es wird noch viel, viel schlimmer.
Es springt ihm nämlich seine Verlegerin zur Seite, wittert "eine feindliche und destruktive Kampagne", wirft der Rezensentin "Wirtschaftskriminalität" vor und "willkülich den Verkauf eines Produktes [zu] boykottieren". Weiterhin stellt sie fest, die Rezensentin sei "keine studierte Literaturkritikerin", was man schon daran sehe, dass sie "den fantastischen Abenteuerroman [...] fälschlicherweise in die Kategorie „Fantasy“ abgeheftet" habe, weswegen sie auch "den Börsenverein des Deutschen Buchhandels informieren [werde], dass Sie auf launische Weise Literaturkritiken veröffentlichen."
Sie schließt mit der Ankündigung, gerichtlich gegen die Bloggerin vorzugehen, falls sie ihre Rezension nicht sofort entferne: "Überlegen Sie sich, was für Konsequenzen das alles für Sie haben wird. Das Recht ist auf unserer Seite!"
Man muss sich das noch mal auf der Zunge zergehen lassen:
Die Verlegerin schreibt das.
Alles nachzulesen hier in den ersten 5 Kommentaren.
*
Wir meinen: Man kann sich als Autor wirklich glücklich schätzen, wenn einem ein Verlag so die Stange hält. BoD-Autoren träumen davon! So einen Service gibt's nirgends sonst. (Nicht mal bei Axel Springer -- die verstecken sich hinter so kleinlichen Ideen wie Pressefreiheit. Oder dem Grundgesetz. Diese Spalter!)
PS: Da sich der unschöne Verdacht manifestierte, dass es sich bei all den kruden Drohungen um nicht mehr als einen äußerst geschickten Fall viralen Marketings handeln könne, wird die Gazette aus rein wissenschaftlichem Interesse die folgenden Wochen den Verkaufsrang des fraglichen Werks kommentarlos begleiten.
Stand vom 22.1., 12.40 Uhr: 270.464
Saturday, December 17. 2011
Weiterhebeln
Hurra, die Gesellschaft für deutsche Sprache hat wieder zugeschlagen: "Stresstest" ist das Wort des Jahres, gefolgt von "hebeln" und der "Arabellion."
Das erste Wort ist unserer Meinung nach nicht einmal deutsch (kann irgendein Mediziner bestätigen, dass es sich hier um mehr als eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen handelt?); das zweite nur einer von vielen Euphemismen, dem hilflosen Bürger die absurde Monstrosität der globalen Wertvernichtungsmaschinerie (aka Finanzmärkte) zu verniedlichen; das dritte Wort haben wir noch nie gehört, und ist auch nicht gerade dazu angetan, den Freiheitskampf der arabischen Welt, für den viele Menschen ihr Leben ließen, angemessen zu behandeln.
"Schau mal da, die Arabellen. Wollen wir die etwas hebeln, oder erst mal warten, bis die ihren Stress getestet haben?"
Wir fragen uns, was da noch für das Unwort übrig bleibt.
Das erste Wort ist unserer Meinung nach nicht einmal deutsch (kann irgendein Mediziner bestätigen, dass es sich hier um mehr als eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen handelt?); das zweite nur einer von vielen Euphemismen, dem hilflosen Bürger die absurde Monstrosität der globalen Wertvernichtungsmaschinerie (aka Finanzmärkte) zu verniedlichen; das dritte Wort haben wir noch nie gehört, und ist auch nicht gerade dazu angetan, den Freiheitskampf der arabischen Welt, für den viele Menschen ihr Leben ließen, angemessen zu behandeln.
"Schau mal da, die Arabellen. Wollen wir die etwas hebeln, oder erst mal warten, bis die ihren Stress getestet haben?"
Wir fragen uns, was da noch für das Unwort übrig bleibt.
Friday, December 16. 2011
Schuld.
Das Zentrum für Politische Schönheit hat sich dem Thema Nahrungsmittelspekulation in einem kurzen Dokumentarfilm genähert. Und die Deutsche Bank hätte den Film wegen Minute 6:20 gerne bis Montag aus dem Netz gelöscht.
Grund genug für uns, ihn noch ein wenig zu verbreiten.
Grund genug für uns, ihn noch ein wenig zu verbreiten.
(via Netzpolitik)
Tuesday, December 13. 2011
Dampfrabauken
Ein schöner, kurzer Beitrag vom ZDF über die deutsche Szene — umso schöner, wenn man das Glück hatte, viele der gezeigten Exponate im Rahmen eines Spiels zu erleben, wenn die Fantasie wirklicher als die Wirklichkeit wird.
(via Clockworker)
(via Clockworker)
Thursday, December 1. 2011
Neulich, auf Sirius Tau II (3)
Die Irrungen des Alltagswahns scheinen ja insbesondere im Winter ihre dunklen Blüten zu treiben (siehe auch hier oder hier). So zuletzt auf dem "Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg" am vorvergangenen Wochenende, das völlig unerwartet (?) zu einem Festival provinzieller Kleinkariertheit geriet.
(Die Szene: Sonntag Abend, 20.30 Uhr. Dr. Lugosi* und Begleitung haben sich mit zahlreichen anderen Gästen pünktlich zur Präsentation des Publikumspreises eingefunden, für dessen Vorführung sie einige Tage zuvor ihre Karten erworben haben. Der Einlass in den Saal verzögert sich. Als die Türen sich dann endlich öffnen, setzt ein DIN A4-Zettel die Eintretenden darüber in Kenntnis, dass entgegen der Ankündigung nun nicht der Publikumspreis, sondern den Jurypreis gezeigt wird.
Im vollen Bewusstsein, dass dies einen herben Unterschied machen könnte, doch angesichts einer bereits erheblichen Wartezeit und mangelnder Alternativen, nimmt das ent-preiste Publikum Platz. Vielleicht folgt ja noch eine Erklärung.
Tatsächlich betritt da jemand die Bühne. Er stellt sich nicht vor, aber es wird schnell offensichtlich, dass er sich für einen ziemlich wichtigen Mann zu halten scheint.)
Ziemlich wichtiger Mann: So, nun haben wir es also geschafft, das Chaos in den Griff zu kriegen. Sie haben ja nichts davon mitgekriegt, Sie mussten ja nur eine halbe Stunde warten.
Publikum: Eine Dreiviertelstunde.
Z. w. Mann: Egal. Ich finde, wir haben uns an der Stelle mal einen ordentlichen Applaus verdient. Vor allem unsere Helfer. Schon allein dafür, dass die ja später Ihren Dreck wegräumen müssen.
(Publikum murrt)
Z. w. Mann: Ich weiß, ich weiß, das wollen Sie jetzt nicht hören. Wir wollen alle immer nur Positives hören. Aber das muss jetzt auch mal gesagt sein.
(Weiteres Murren)
Z. w. Mann: Wenn Sie uns was zu sagen haben, können Sie das gerne nach der Vorführung tun, oder im Internet.
Publikum: Machen wir.
Z. w. Mann: Also, wir verkaufen zwar die Karten, aber wir können eigentlich gar nicht wissen, welchen Film wir wann zeigen.
Publikum: Ach.
Z. w. Mann: Ist ja auch klar — das geht schon wegen der verschiedenen Formate nicht.
Publikum: Stimmt, ist klar.
Z. w. Mann: Außerdem können Sie ja alle den Publikumspreis noch sehen: Heute abend um elf.
(Da dies gleich mehrere Fragen aufwirft — Wo? Mit welchen Karten? Was tun bis dahin? Muss eigentlich niemand hier Montags früh raus? — ist das Publikum kurzzeitig abgelenkt, und der ziemlich wichtige Mann nutzt die Gelegenheit und verschwindet.)
* (Name von der Redaktion geändert)
(Die Szene: Sonntag Abend, 20.30 Uhr. Dr. Lugosi* und Begleitung haben sich mit zahlreichen anderen Gästen pünktlich zur Präsentation des Publikumspreises eingefunden, für dessen Vorführung sie einige Tage zuvor ihre Karten erworben haben. Der Einlass in den Saal verzögert sich. Als die Türen sich dann endlich öffnen, setzt ein DIN A4-Zettel die Eintretenden darüber in Kenntnis, dass entgegen der Ankündigung nun nicht der Publikumspreis, sondern den Jurypreis gezeigt wird.
Im vollen Bewusstsein, dass dies einen herben Unterschied machen könnte, doch angesichts einer bereits erheblichen Wartezeit und mangelnder Alternativen, nimmt das ent-preiste Publikum Platz. Vielleicht folgt ja noch eine Erklärung.
Tatsächlich betritt da jemand die Bühne. Er stellt sich nicht vor, aber es wird schnell offensichtlich, dass er sich für einen ziemlich wichtigen Mann zu halten scheint.)
Ziemlich wichtiger Mann: So, nun haben wir es also geschafft, das Chaos in den Griff zu kriegen. Sie haben ja nichts davon mitgekriegt, Sie mussten ja nur eine halbe Stunde warten.
Publikum: Eine Dreiviertelstunde.
Z. w. Mann: Egal. Ich finde, wir haben uns an der Stelle mal einen ordentlichen Applaus verdient. Vor allem unsere Helfer. Schon allein dafür, dass die ja später Ihren Dreck wegräumen müssen.
(Publikum murrt)
Z. w. Mann: Ich weiß, ich weiß, das wollen Sie jetzt nicht hören. Wir wollen alle immer nur Positives hören. Aber das muss jetzt auch mal gesagt sein.
(Weiteres Murren)
Z. w. Mann: Wenn Sie uns was zu sagen haben, können Sie das gerne nach der Vorführung tun, oder im Internet.
Publikum: Machen wir.
Z. w. Mann: Also, wir verkaufen zwar die Karten, aber wir können eigentlich gar nicht wissen, welchen Film wir wann zeigen.
Publikum: Ach.
Z. w. Mann: Ist ja auch klar — das geht schon wegen der verschiedenen Formate nicht.
Publikum: Stimmt, ist klar.
Z. w. Mann: Außerdem können Sie ja alle den Publikumspreis noch sehen: Heute abend um elf.
(Da dies gleich mehrere Fragen aufwirft — Wo? Mit welchen Karten? Was tun bis dahin? Muss eigentlich niemand hier Montags früh raus? — ist das Publikum kurzzeitig abgelenkt, und der ziemlich wichtige Mann nutzt die Gelegenheit und verschwindet.)
∗
Frage: Ist das noch Kultur?
Wir meinen: Das ist sogar Kulturbetrieb!
Die Sprache der Profis!
Wo Kinogötter walten, hat das Konsumvieh dankbar zu sein!!!
Frage: Ist das noch Kultur?
Wir meinen: Das ist sogar Kulturbetrieb!
Die Sprache der Profis!
Wo Kinogötter walten, hat das Konsumvieh dankbar zu sein!!!
* (Name von der Redaktion geändert)
Thursday, September 22. 2011
To boldly go ...
Friday, July 1. 2011
Halbjahres-FAQ
1. Srsly, warum passiert hier dieses Jahr so wenig?
Weil nächstes Jahr ein neuer Roman erscheinen soll.
Und bis dahin recht viel Arbeit anfiel. Und fällt. Und fallen wird. Kurz, deshalb: [link]
2. Keine Zeit, ein bisschen zu bloggen?
Freizeit bleibt weiterhin Reisen und Margaritas vorbehalten.
3. Also ist Facebook doch cooler als die Gazette?
Nein! Facebook ist ein direkter Ableger der Sirius Cybernetics Corporation und wird dereinst das gleiche Schicksal finden. Wer zum großen Finale aber dabei sein mag, sei herzlich eingeladen: [link]
Die Gazette wird voraussichtlich 2012 ihre Arbeit wieder aufnehmen. Und ernsthaft, das ist nicht mehr sehr lang.
Weil nächstes Jahr ein neuer Roman erscheinen soll.
Und bis dahin recht viel Arbeit anfiel. Und fällt. Und fallen wird. Kurz, deshalb: [link]
2. Keine Zeit, ein bisschen zu bloggen?
Freizeit bleibt weiterhin Reisen und Margaritas vorbehalten.
3. Also ist Facebook doch cooler als die Gazette?
Nein! Facebook ist ein direkter Ableger der Sirius Cybernetics Corporation und wird dereinst das gleiche Schicksal finden. Wer zum großen Finale aber dabei sein mag, sei herzlich eingeladen: [link]
Die Gazette wird voraussichtlich 2012 ihre Arbeit wieder aufnehmen. Und ernsthaft, das ist nicht mehr sehr lang.
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