Eine Woche ist vergangen, und was haben wir in dieser Woche nicht alles gelernt? Am Anfang stand natürlich noch John Asht. Wir erfuhren, dass er ein fragwürdiges
Frauenbild mit viel Potential zur
Echauffage pflegt und ein
Problem mit bestimmten Berufsgruppen hat; auch ein
Film wurde uns versprochen, und verfehlte nur knapp die Grenze zur Memhaftigkeit. Spätestens aber, seit die
Exegese seiner politischen (wenn man das denn so nennen will) Lautäußerungen in einer denkwürdigen Bestätigung Godwins ein Bild tiefbrauner
Tristesse offenbarte, war irgendwie die Luft aus der Sache: Nicht, dass eine rechts-nationale Gesinnung weiteren
Spottes nicht würdig wäre, im Gegenteil.
Aber es entmystifizierte, ja profanisierte doch jenen skurrilen Zauber, der Ashts bisheriges Wirken und Walten im Netz stets umflorte; ein bisschen so, wie wenn man bemerkt, dass man die ganze Zeit Teil eines Turingtests war, in dem einem sein Gesprächspartner seit den frühen 40ern zu versichern versucht, dass er über etwas wie echte Intelligenz verfügt. Schließen wir also die
Akte Asht und blicken nach vorne.
Dankenswerterweise löste ja
Edgar Bebeling Asht in seiner Rolle als kauziger Kreuzritter bald ab, und spätestens
Erika Steinbach demonstrierte, wie wirkmächtig Ashts dialektische Regatta doch war. Wir lernen: Wenn man öffentlich beim Unsinn Reden erwischt wird, immer behaupten, es habe nur der Provokation gedient. So redet man sich die Wirklichkeit schön; eine verdiente
Umverteilung Welt -> Kopf, die man sich öfter mal genehmigen sollte.
Gäbe es einen Verkehrsfunk fürs Internet, um uns ahnungslose Maoisten vor vermehrtem
Trollaufkommen aus der Gegenrichtung zu warnen, man könnte glatt jenen ehrwürdigen Witz der analogen Altvorderen bemühen:
"Einer? Hunderte!!!"